Theoretische Schriften

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  • Verlag: Meiner, F
  • 06.01.2020
  • Buch
  • LXVIII, 135 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-3702-6
  • AutorInnen: Johann Christian Friedrich Hölderlin
  • Buchtitel: Theoretische Schriften
  • ISBN: 978-3-7873-3702-6
  • Verlag: Meiner, F
  • Produktart: Buch
  • Seiten: LXVIII, 135
  • Erscheinung: 06.01.2020
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): Philosophische Bibliothek
  • Bandnummer: 509
  • Auflage: 2., überarbeitete und ergänzte Auflage
  • Format: 122 x 190 mm

Hölderlin war einer der wichtigsten Wegbereiter des deutschen Idealismus. Seine poetischen Arbeiten und theoretischen Überlegungen weisen jedoch auch schon über die Grenzen des idealistischen Systemgedankens hinaus. Die frühen Schriften wie seine Aufsätze, die Texte zur Theorie der Tragödie und die Pindar-Fragmente stellen den Versuch dar, sich mit den Mitteln der begrifflichen Reflexion des Anspruchs der poetischen Sprache zu versichern.
Die Wiedergabe der Texte erfolgt, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, auf der Grundlage der Frankfurter Ausgabe.

Die Zusammenfassung von Hölderlins theoretischen Schriften in einem Band will Hölderlin nicht zu einem Philosophen im Schulsinn machen. Dazu sind seine theoretischen Reflexionen zu fragmentarisch – und sie erfolgen stets im Kontext seiner dichterischen Arbeit wie im Zuge poetologischer Selbstverständigungen. Doch Hölderlin versichert sich in diesen Texten mit den Mitteln theoretischer Begrifflichkeit des Anspruchs poetischer Sprache. Er begründet und erläutert darin, dass (und inwiefern) das der begrifflichen Bestimmbarkeit sich Entziehende zum Anspruch dessen wird, was in der Sprache der Dichtung sich fasst.

Genau darin besteht die singuläre philosophische Bedeutung dieser theoretischen Schriften. Es waren Einsichten und Denkmotive Hölderlins, die G.W.F. Hegel philosophisch transformiert und systematisch entfaltet hat. Spätestens ab 1799/1800 weisen aber sowohl Hölderlins poetische Arbeiten als auch seine theoretischen Überlegungen über die Grenzen idealistischer Systembildungen hinaus. Sie formulieren eine Dichtungstheorie in dem emphatischen Sinne, dass die Notwendigkeit einer Sprachfindung begründet wird, die »freie Kunstnachahmung« bedeutet.

Die beiden wichtigsten theoretischen Fragmente im Band sind »Das untergehende Vaterland ...« und »Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist ...«. Um sie gruppieren sich diverse enger poetologische Aufzeichnungen und Schematisierungen, die insbesondere dem gelten, was Hölderlin ›Wechsel der Töne‹ genannt hat. Die Sophokles-Anmerkungen formulieren dann, nicht nur wegen der in ihnen entwickelten Tragödientheorie, Perspektiven, die ›jenseits des Idealismus‹ reichen. Zunächst aber führt Hölderlins theoretische Arbeit in die Ursprünge dessen hinein, was später als spekulativer Idealismus bezeichnet wurde.

Inhalt

 

  • Cover I
  • Inhaltsverzeichnis V
  • Einleitung. Von Johann Kreuzer VII
  • Editorischer Hinweis LIX
  • Auswahlbibliographie LXI
  • FRÜHSCHRIFTEN 3
  • Es giebt einen Naturzustand ... 3
  • Über den Begriff der Straffe 5
  • Seyn, Urtheil, ... 7
  • Hermokrates an Cephalus 9
  • Fragment philosophischer Briefe 10
  • Die Weisen aber ... 16
  • Aphorismen 17
  • AUFSÄTZE 21
  • Von der Fabel der Alten 78
  • Notiz zum Journalplan 21
  • Der Gesichtspunct aus dem wir das Altertum anzusehen haben 22
  • Entwürfe zu den Briefen über Homer 24
  • Ein Wort über die Iliade 26
  • Über die verschiedenen Arten, zu dichten 28
  • Das untergehende Vaterland ... 33
  • Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist ... 39
  • Poetologische Aufzeichnungen 63
  • Rezension zu Siegfried Schmids ›Die Heroine‹ 74
  • TEXTE ZUR THEORIE DER TRAGÖDIE 79
  • Die tragische Ode ... (Grund zum Empedokles) 79
  • Die Bedeutung der Tragödien 93
  • Sophokles-Anmerkungen 94
  • Anmerkungen zum Oedipus 94
  • Anmerkungen zur Antigonä 101
  • PINDAR-FRAGMENTE 111
  • Untreue der Weisheit 111
  • Von der Wahrheit 112
  • Von der Ruhe 112
  • Vom Delphin 113
  • Das Höchste 113
  • Das Alter 114
  • Das Unendliche 115
  • Die Asyle 115
  • Das Belebende 116
  • Anmerkungen des Herausgebers 119

 

J. Chr. Fr. Hölderlin (1770–1843) ist unbestritten einer der bedeutendsten Dichter deutscher Sprache, war aber auch – als Freund und Diskussionspartner Hegels und Schellings – ein wichtiger Vordenker für die Klassische deutsche Philosophie, insbesondere für Hegels Philosophie des Geistes. Seine außerordentlich schwierigen philosophischen und poetologischen Texte wurden immer wieder zum Gegenstand oft kontroverser Auslegungen.
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