Bevor die Völker wussten, dass sie welche sind

Ethnizität, Nation, Kultur. Eine (antiessenzialistische) Einführung
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  • Verlag: Promedia
  • 25.09.2015
  • Buch
  • 222 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-85371-397-6
  • AutorInnen: Schuberth Richard
  • Buchtitel: Bevor die Völker wussten, dass sie welche sind
  • Untertitel: Ethnizität, Nation, Kultur. Eine (antiessenzialistische) Einführung
  • ISBN: 978-3-85371-397-6
  • Verlag: Promedia
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 222
  • Erscheinung: 25.09.2015
  • Einband: Paperback
Mit „Bevor die Völker wussten, dass sie welche sind“ legt der Romancier, Essayist und Satiriker Richard Schuberth ein brisantes wissenschaftliches Werk vor, das in seinen Grundzügen bereits vor 20 Jahren entstanden ist. Der Autor erörtert Konzepte von Nation, Volk und Ethnizität, ihre begriffsgeschichtlichen Genesen und Metamorphosen ebenso wie ihre praktischen Folgen – und gewährt subtile Einblicke in die Ideologie des Kulturalismus, also der Reduktion von Menschen und ihrem Verhalten auf eine zugeschriebene kollektive Kultur. Dieser prägt nach wie vor Alltagsbewusstsein und politische Diskurse.

Schuberths Text setzt sich mit Positionen auseinander, die sich nach Jahren erbitterter Kontroversen festigten und die Basis für einen antiessenzialistischen, diskurskritischen Zugang legten.

In einem ersten Teil beleuchtet der Autor die Konzepte Stamm, Volk, Nation im Widerstreit von Aufklärung und Romantik; der zweite Teil rekonstruiert die Entwicklung ethnologischer und soziologischer Ethnizitätskonzepte von geschlossenen Stämmen hin zum Konstruktionscharakter von Ethnizität und der Wandelbarkeit ethnischer Identitäten; und in einem dritten Teil holt Schuberth zu einem witzig geschriebenen und polemischen Rundumschlag auf kulturalistisches Denken aus – das auch und vor allem in den sich selbst als fortschrittlich gebenden Kreisen vorherrscht. Auch das Konzept der persönlichen wie der kollektiven Identität kommt nicht ungeschoren davon.

Ein teils wissenschaftlich, teils literarisch geschriebenes Werk, das unsere Vorstellungen von Völkern, Ethnien und ethnischer Kultur gehörig ins Wanken bringen mag und zudem ein beherztes Pamphlet gegen kulturellen Essenzialismus darstellt.
Richard Schuberth, geboren 1968 in Ybbs an der Donau/Niederösterreich, studierte Ethnologie, Philosophie, Psychologie und Geschichte in Wien. Autor von Romanen, satirischen Dramen, Essays, Polemiken, Drehbüchern, Songs und Aphorismen. Zuletzt erschienen von ihm: „Chronik einer fröhlichen Verschwörung“ (2015), „Frontex – Keiner kommt hier lebend rein“ (2014) und „Wie Branka sich nach oben putzte“ (2012).
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