Wie Wissenschaft Wissen schafft

Wissenschaftstheorie und -ethik für die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
23,70 EUR
inkl. MwSt
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  • Verlag: UTB
  • 11.09.2017
  • Buch
  • 369 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-8252-4889-5
Wissen schafft die Wissenschaft durch ihre (empirischen) Methoden. Dieses Buch zeigt für die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, wie ihre Methoden wissenschaftstheoretisch fundiert werden. Mittels eines pluralistischen Konzepts werden zentrale Themen diskutiert und gezeigt, wie im Wettbewerb um Ideen wissenschaftliche Forschungsstandards auf ihre Begründungsansprüche zu prüfen sind.

Die zweite Auflage dieses Buches wurde komplett überarbeitet und um ethische Grundlagen der Wissenschaft ergänzt.

Dieses Buch richtet sich gleichermaßen an Studierende, Lehrende und Wissenschaftler aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Inhalt
Vorwort V 1 Einleitung 1 1.1 Warum Wissenschaftstheorie? 1 1.2 Pluralismus und wissenschaftliche Toleranz 3 1.3 Ziele des Buches 10 1.4 Aufbau des Buches 13 2 Wissenschaftstheorie und Forschungsprozess 18 2.1 Was ist Wissenschaftstheorie? 18 2.2 Kognitive Ziele der Wissenschaft 20 2.3 Dimensionen von Forschungsprogrammen 23 2.4 Wissen, Wahrheit und Validität 31 2.4.1 Wahrheitstheorien 31 2.4.2 Wahrheit und Rechtfertigung 36 2.4.3 Validität und Zuverlässigkeit als Gütekriterien von Forschung 37 3 Ontologische Festlegungen für die Sozialwissenschaft 44 3.1 Sachverhalte in einer Ontologie des Sozialen 44 3.2 Eine Mehrebenen-Analyse der Ontologie 47 3.2.1 Handlungsmodell der Sozialwissenschaft 48 3.2.2 Vom Handlungsmodell zu kollektiven, sozialen Sachverhalten 56 3.3 Realismus und Anti-Realismus 60 4 Forschungsprozess und Forschungsmethoden 70 4.1 Argumentation in der Wissenschaft 70 4.1.1 Argument und Argumentation 70 4.1.2 Logik und Forschungsprozess 71 4.2 Aussagen und deduktive Folgerungen 72 4.3 Induktion und Abduktion 75 4.3.1 Induktion als Erkenntnis- und Schlussverfahren 75 4.3.2 Abduktion als Erkenntnis- und Schlussverfahren 77 4.3.3 Schluss auf die beste Erklärung 79 4.3.4 Abduktion, Induktion und Deduktion 81 4.3.5 Eine allgemeine Argumentform 82 4.4 Typen von sozialwissenschaftlichen Methoden 85 5 Verstehen 91 5.1 Verstehen als Konzept der Hermeneutik 91 5.2 Grundlegung einer hermeneutischen Methode 94 5.2.1 Geist-theoretische Aspekte der Hermeneutik 94 5.2.2 Die Stufen des Verstehens 96 5.2.3 Eine naturalistische Hermeneutik 100 5.2.4 Sozialwissenschaftliche Hermeneutik 104 5.3 Methodologie sozialwissenschaftlicher Hermeneutik 109 5.3.1 Zur Bedeutung des Vorwissens 110 5.3.2 Begriffs- und Hypothesenbildung in der Grounded Theory 112 5.3.3 Fallauswahl, Theorieentwicklung und Generalisierung 116 5.3.4 Intentionen als Grundlage hermeneutischer Regeln 118 5.3.5 Prinzip der hermeneutischen Billigkeit und Rationalität 121 5.4 Validität von Interpretationen 124 6 Beschreibung 132 6.1 Wesentliche Ziele beschreibender Untersuchungen 132 6.2 Begriffsbildung 134 6.2.1 Begriffe als Bausteine von wissenschaftlichen Aussagen 134 6.2.2 Theoretische und empirische Begriffe 137 6.2.3 Operationale Definition durch einen Reduktionssatz 139 6.2.4 Das Drei-Ebenen-Modell von Begriffen 140 6.2.5 Wahrheit von Definitionen 143 6.2.6 Anforderungen an Definitionen 144 6.3 Messung von Variablen 147 6.3.1 Zusammenhang zwischen Begriffen und Variablen 147 6.3.2 Von Variablen zu den Messmodellen 148 6.3.3 Anforderung an Messungen 150 6.4 Von der Begriffs- zur Typenbildung 152 6.4.1 Typen und Typologien in den Sozialwissenschaften 152 6.4.2 Phasen der Typologie-Konstruktion 154 6.4.3 Anforderung an Typologien 156 6.5 Beschreibung von Zusammenhängen 158 6.5.1 Aussagenarten 158 6.5.2 Generalisierung in den Sozialwissenschaften 160 6.5.3 Zusammenhangsaussagen und Fallauswahl 164 6.5.4 Von Zusammenhangs- zu Kausalhypothesen 169 7 Erklärung 177 7.1 Von der DN-Erklärung zur intentionalen Erklärung 177 7.1.1 Deduktiv-nomologische Erklärung 178 7.1.2 Induktiv-statistische Erklärung 182 7.1.3 Intentionale Erklärung 184 7.2 Kausalität und Erklärung in den Sozialwissenschaften 186 7.2.1 Kausalität und Kausalitätsauffassungen 186 7.2.2 Regularitätsansatz der Kausalität 188 7.2.3 Kontrafaktischer Ansatz 190 7.2.4 Interventionsansatz 191 7.2.5 Mechanismusansatz 192 7.2.6 Kausalität in der sozialen Realität 193 7.3 Theorien in den Sozialwissenschaften 196 7.3.1 Theorien als System von Aussagen 196 7.3.2 Semantische Theorieauffassung 200 7.3.3 Drei-Ebenen-Modell: Reduktion und Emergenz 203 7.3.4 Mikrofundierung und Mehr-Ebenen-Untersuchung 206 7.4 Bewährung und Hypothesenprüfung 207 7.4.1 Theorie und Praxis der Bewährung 207 7.4.2 Duhem-Quine-These über Holismus und Unterbestimmtheit 208 7.4.3 Von der inhaltlichen zur statistischen Hypothese 209 7.4.4 Grundmodell der statischen Prüfung 211 7.4.5 Signifikanztests und ihre Verbesserung 212 7.4.6 Statistische Validität 215 7.4.7 Feststellen des Bewährungsgrads 216 7.5 Bewährung und Validität 220 7.6 Erklären versus Verstehen 222 7.6.1 Plädoyer für Methodenkombinationen 222 7.6.2 Qualität von Studien mit Methodenkombinationen 225 8 Gestaltung und Prognose 233 8.1 Merkmale von Gestaltung und Prognose 233 8.2 Prognose 235 8.2.1 Strukturgleichheit von Erklärung und Prognose 235 8.2.2 Prognosefähigkeit von Theorien (Instrumentalismus) 238 8.2.3 Prognosen in den Sozialwissenschaften 241 8.2.4 Güte von Prognosen 245 8.3 Gestaltung 249 8.3.1 Strukturgleichheit von Erklärung und Gestaltung 249 8.3.2 Das Primat der Gestaltung 253 8.3.3 Theorie und Praxis: ein normatives Spannungsverhältnis 257 8.3.4 Gestaltungsziel und Sozialtechnologie 261 8.3.5 Aufklärung und Emanzipation als Gestaltungsziele 263 8.3.6 Intervention in soziale Systeme: von der Aktionsforschung zum Sozialexperiment 265 8.3.7 Qualitätsaspekte in der Gestaltung 267 9 Ethische Grundlagen der Wissenschaft 274 9.1 Ethik für die Wissenschaft 274 9.1.1 Werte und Normen der Wissenschaft 274 9.1.2 Ethische Theorien und Wissenschaftsethik 276 9.2 Verantwortung von Wissenschaftlern 281 9.2.1 Zum Konzept der Verantwortung 281 9.2.2 Verantwortung gegenüber der Gesellschaft 283 9.3 Ethik im Forschungsprozess 287 9.3.1 Fehlverhalten und Praxis guter wissenschaftlicher Forschung 287 9.3.2 Fragwürdige Forschungspraktiken 290 Nachbemerkung 297 Glossar 299 Literaturverzeichnis 313 Namensregister 346 Sachregister 348 Verzeichnis der Philosophieboxen Philosophiebox 1 Fallibilismus 12 Philosophiebox 2 Paradigma, Normalwissenschaft und Inkommensurabilität 29 Philosophiebox 3 rationale Handlungstheorien in den Sozialwissenschaften 54 Philosophiebox 4 Individualismus versus Kollektivismus 58 Philosophiebox 5 sozialer Konstruktivismus 65 Philosophiebox 6 Modell und Theorie 87 Philosophiebox 7 Hermeneutik als Methode des Verstehens 92 Philosophiebox 8 Naturalismus 103 Philosophiebox 9 eliminative Methoden der Induktion von Mill 168 Philosophiebox 10 kritischer Rationalismus und Bewährung 181 Philosophiebox 11 Wissenschaftliche Forschungsprogramme nach Lakatos 199 Philosophiebox 12 Pragmatismus 256 Philosophiebox 13 kritische Theorie in den Sozialwissenschaften 264 Philosophiebox 14 kantsche Deontologie 280
Prof. Dr. Rolf Brühl lehrt Betriebswirtschaftslehre und Wissenschaftstheorie an der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin.
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