Nationalitätenfrage und Autonomie

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  • Verlag: Dietz Berlin
  • 29.06.2018
  • Buch
  • 302 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-320-02274-7
Im Minenfeld der Geschichte

Bis heute ist Rosa Luxemburgs bekannteste Schrift, das Fragment »Zur russischen Revolution« (1918), in dem sie prinzipielle Kritik an den Bolschewiki übte, heftig umstritten.
Vielfach wurde – nicht selten wider besseren Wissens – behauptet, dieses Manuskript stehe im Werk Rosa Luxemburgs einsam da. Es sei den ungünstigen Umständen während ihrer Haft geschuldet und im Sturmlauf der Novemberrevolution von ihr ohnehin widerrufen worden.
Die zehn Jahre zuvor verfasste Arbeit »Nationalitätenfrage und Autonomie« zeigt das Gegenteil: Von ihr führt eine direkte Linie zum Text »Zur russischen Revolution«, er steht am Ende einer Entwicklung des politischen Denkens von Rosa Luxemburg, für die Sozialismus ohne politische Freiheit kein Sozialismus war.
Im Ostblock ist die Schrift »Nationalitätenfrage und Autonomie« nie erschienen. 1908 als Artikelfolge auf Polnisch verfasst, wurde sie auf Deutsch bislang nur in – oftmals entstellenden – Auszügen publiziert. Hier wird sie erstmalig vollständig vorgelegt.
»Nationalitätenfrage und Autonomie« bietet einen neuen Schlüssel zu Rosa Luxemburg und ihrem Werk.
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