Eine Arbeitslosenversicherung für den Euroraum als automatischer Stabilisator

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  • Verlag: ÖGB-Verlag
  • 30.03.2015
  • Buch + E-Book
  • 174 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-99046-123-5
Die vorliegende Studie analysiert die makroökonomischen Stabilisierungs- und mikroökonomischen Verteilungswirkungen der Einführung einer Europäischen Arbeitslosenversicherung. Auf Grundlage dynamischer makroökonomischer Simulationen wird gezeigt, dass ein solches Transfersystem innerhalb des Euroraums – je nach Ausgestaltung – zu einer merklichen Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung geführt hätte.

Dies gilt selbst für eine gemessen am Transferumfang relativ kleine Europäische Arbeitslosenversicherung mit einer maximalen Bezugszeit von sechs Monaten und einer Nettoersatzquote von 30 Prozent; mit größerem Leistungsumfang steigt die Stabilisierungswirkung, aber im Gegenzug auch die möglicherweise unerwünschten Wirkungen auf Arbeitsanreize und das Ausmaß der Umverteilung zwischen den Mitgliedsländern. Die Verteilungswirkungen dürften insgesamt aus politischer Sicht unproblematisch sein; tendenziell finden sich leicht progressive bis neutrale Effekte auf die Einkommensverteilung, Haushalte mit niedrigeren Einkommen profitieren also überproportional von der Einführung einer Europäischen Arbeitslosenversicherung.

Sämtliche Daten der Sozialpolitischen Studienreihe werden durch das Sozialministerium unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Hier geht´s zu allen Bänden: http://www.studienreihe.at/
Prof. Sebastian Dullien
Seit 2011 Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations; seit 2007 Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre, insb. internationale Wirtschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin)

Dr. Ferdinand Fichtner

Seit 2011 Leiter der Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit den Arbeitsschwerpunkten Weltwirtschaftliche konjunkturelle Entwicklungen, Prognosewerkzeuge und –methoden sowie Makroökonomie offener Volkswirtschaften

Prof. Dr. Peter Haan
Seit 2012 Professor für empirische Wirtschaftsforschung an der Freien Universität Berlin, seit 2011 Leiter der Abteilung Staat am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit den Arbeitsschwerpunkten Empirische Finanzwissenschaft, Angewandte Mikroökonometrie sowie Mikrosimulation von Steuer-/Transfersystemen

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