Umkämpfte Solidaritäten

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  • Verlag: Promedia
  • 25.09.2019
  • Buch
  • 200 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-85371-460-7

Fast täglich berichten die Medien von der Zunahme gesellschaftlicher Spannungen. Willkommenskultur und Ausgrenzungspolitik stünden sich so unversöhnlich gegenüber, dass es keine gemeinsame Gesprächsbasis mehr gebe. Stimmt der Eindruck, auch jenseits der Debatte um den Umgang mit MigrantInnen oder Geflüchteten würden mühsam erkämpfte Solidaritäten leichtfertig über Bord geworfen? Immer öfter vernimmt man die Stimmen jener, die Sozialstaat und Leistungsfähigkeit in Beziehung, ja in Abhängigkeit bringen wollen. Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich jedoch gerade darin, dass sie den Schwachen helfen kann und will. Ist diese Erkenntnis auch heute noch gültig?

Den AutorInnen des Buches „Umkämpfte Solidaritäten“ geht es um den Wandel von Solidaritätsvorstellungen. Lange Zeit war Solidarität eine Grundfeste der Arbeiter­Innenbewegung und der politischen Linken. Ihr Begriff von Solidarität beruhte nicht auf Herkunft oder Nation, sondern auf Klasse. Seit kurzem beschwören aber auch rechte und rechtsextreme Parteien Solidarität. In ihrer Vorstellung geht es darum, die einheimische Bevölkerung vor vermeintlichen Bedrohungen von außen zu schützen. Wie der rechte Solidaritätsbegriff den linken zu ersetzen wusste, hat nicht zuletzt der französische Philosoph Didier Eribon in seinem Werk „Rückkehr nach Reims“ eindrucksvoll beschrieben.

Unterschiedliche Menschen in Österreich sind von den AutorInnen über ihre beruflichen Erfahrungen und ihr persönliches Umfeld befragt worden. In den Gesprächen geht es um Sozialleistungen, Zuwanderung, soziale Gerechtigkeit, aber auch um ganz persönliche Erfolge, Sorgen und Nöte. Die im Buch versammelten Erfahrungen zeigen, wie stark differierende Blickweisen auf die Welt zustande kommen, die als Ausdruck gesellschaftlicher Spaltungen gesehen werden können. Dabei lassen sich verschiedenartige Muster feststellen, was Motive für Solidarität anlangt, aber auch wo die Grenzen der Bereitschaft zur Unterstützung gezogen und welche Bedingungen daran geknüpft werden. Die Gespräche mit den Befragten erlauben einen tieferen Einblick in aktuelle Entwicklungen als die zu stark vereinfachende Darstellung von der gesellschaftlichen Spaltung.

Carina Altreiter, geboren 1985 in Linz, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Wien.

Jörg Flecker, geboren 1959 in Graz, ist Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Wien.

Ulrike Papouschek, geboren 1961 in Wien, ist Soziologin an der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA).

Saskja Schindler, geboren 1977 in Wien, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie.

Annika Schönauer, geboren 1979 in Gmunden, arbeitet im Leitungsteam der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA).

 
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