Über die Wahrsagung / De divinatione

Lateinisch - Deutsch
von Cicero
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  • Verlag: De Gruyter
  • 30.10.2013
  • Buch
  • 420 Seiten
  • festgebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-05-006401-7
Der im Frühjahr 44 v. Chr. entstandene Dialog "Über die Wahrsagung" versteht sich zunächst als Ergänzung zur Schrift "Vom Wesen der Götter". Er geht der Frage nach, ob die Götter sich der Menschen in der Weise annehmen, dass sie ihnen einen Weg zur Vorhersage der Zukunft eröffnen. Gegen diese stoische Position, wie sie im 1. Buch von Ciceros Bruder Quintus entwickelt wird, zieht der Autor im 2. Buch selbst zu Felde, höchst geistreich und im Wesentlichen dem neuakademischen Skeptiker Karneades folgend. Obwohl der Text mit einem Bekenntnis zur vorsichtigen Zurückhaltung im Urteilen ausklingt, hat ihn die Nachwelt überwiegend im "aufklärerischen" Sinne verstanden: Besonders das 18. Jahrhundert beschäftigte sich intensiv damit und fand in Cicero einen frühen Kronzeugen für die eigene Auffassung, dass alle Formen der Zukunftserhellung auf reinem "Aberglauben" beruhten. Tatsächlich stellen sich die Verhältnisse insofern verwickelter dar, als "Wahrsagung" aus dem antiken öffentlichen und privaten Leben überhaupt nicht wegzudenken ist; auch Cicero will dies nicht, und seine eigene Haltung dem überwältigenden und befremdlichen Phänomen gegenüber ist eher durch Zweifel als durch einfache Ablehnung gekennzeichnet. Aus dem reichen Schrifttum der Antike, das dem Gegenstand gilt, ist allein Ciceros Werk erhalten geblieben. Sein religionsgeschichtlicher Wert ist unschätzbar, weit über die Alte Welt hinaus. Anschaulich und anhand vieler Beispiele führt es die verschiedenen Formen der Wahrsagung vor: griechische Orakel, ekstatisches Sehertum, Träume, Lose, Astrologie, römische Auspizien und etruskische Haruspizien. Mit Einführung, Anmerkungen und Literaturhinweisen.
Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) römischer Staatsmann, Redner und Philosoph, studierte Recht, Rhetorik, Literatur und Philosophie in Rom. Sein Durchbruch als Anwalt und Politiker gelang ihm 70 v. Chr. im Prozess gegen Verres, 64 v. Chr. wurde er gegen Catilina zum Konsul gewählt. Als dieser einen Staatsstreich zum Sturz der Regierung organisierte, deckte Cicero die Verschwörung auf und ließ Angehörige der Gruppe hinrichten. Nach einjährigem Exil wurde er von Pompeius nach Rom zurückgerufen. Cicero wurde am 7. Dezember 43 v. Chr. ermordet.
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