Die römische Republik

Von der Gründung bis Caesar
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  • Verlag: C. H. Beck
  • 16.12.2013
  • Buch
  • 128 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-406-50862-2
Der Aufstieg Roms, die Ausformung und die Krisen des republikanischen Systems sowie die römische Ereignisgeschichte vom 5. Jh. v. Chr. bis zur Machtübernahme des Augustus sind Gegenstand dieses Bandes. Martin Jehne macht deutlich, daß die Herrschaft des Senats gegen Ende der Republik den Herausforderungen einer Weltreichsregierung nicht mehr gewachsen war. So zeichnet sich bereits in den letzten Jahrzehnten der Republik die neue Staatsform der Monarchie ab.

Die Überlieferung der Anfänge der römischen Republik ist dicht umrankt von Legenden. Fest steht, daß sich im Laufe des 5. Jahrhunderts und – klarer zu fassen – nach dem Galliersturm von 387 / 6 v. Chr. eine Herrschaftsform unter Beteiligung breiterer Volksschichten fest etabliert hat. In dieser Zeit behaupteten die großen Patriziergeschlechter den Vorrang im Staat und besetzten die wichtigsten Ämter; doch auch mächtige Plebeierfamilien hatten sich und ihrem Stand Mitsprache erstritten. Im Umgang mit äußeren Feinden zeigte sich Rom zunehmend überlegen, bis ihm mit Karthago im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. wieder ein gleichwertiger Gegner gegenübertrat, der nur in wechselvollen Kriegen geschwächt und schließlich vernichtet werden konnte. Hatte Rom damit die unbestrittene Vormachtstellung im Mittelmeerraum erobert, so fühlte es sich zunehmend animiert, in den Anrainerstaaten militärisch zu intervenieren. Es waren der unablässige Strom von Menschen, Gütern und Reichtum nach Rom und das Problem der Veteranenversorgung, die dort zur dramatischen Verschärfung sozialer Gegensätze führten; hinzu kam, daß sich der römische Senat und die traditionellen Verfassungsorgane nicht länger in der Lage zeigten, das entstandene Großreich in bewährter Weise zu führen. Der Versuch, die Probleme mit außerordentlichen Kommanden zu bewältigen, rief militärisch und wirtschaftlich mächtige Einzelpersönlichkeiten auf den Plan, die ihre eigenen Interessen an die Stelle der Staatsraison setzten. Mit ihrem Auftreten war die Endzeit der Republik angebrochen.

Inhalt

I. Von der Gesellschaft ohne Staat zur Gesellschaft ohne König:
Die Vorgeschichte der römischen Republik

II. Von der bedrängten Latinerstadt zur italischen Vormacht:
Roms Aufstieg im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.

III. Von der inneren Spaltung zum Ausgleich voller Widersprüche:
Die Ausformung der Republik in den Ständekämpfen

IV. Von der Dominanz in Italien zur Beherrschung des westlichen Mittelmeerraumes:
Roms Kriege gegen Pyrrhos und Karthago

V. Von der Großmacht zur Weltmacht: Roms Eroberung des griechischen Ostens

VI. Von den Mühen der Berge zu den Mühen der Ebenen:
Die Rückwirkungen der Expansion

VII. Von den Reformansätzen der Gracchen bis zum Restaurationsversuch Sullas:
Das Schwächeln des Konsenssystems und die Krise der Republik

VIII. Von der Aufweichung des sullanischen Staates bis zur Katastrophe der Bürgerkriege:
Der Niedergang der Republik

Zeittafel
Literaturverzeichnis
Register 
[Prof. Dr.] Martin Jehne, geb. 1955 in Hamburg. Universitätsprofessor für Alte Geschichte.
Arbeitsschwerpunkte: Politisches System und soziale Struktur der römischen Republik; zwischenstaatliche Beziehungen in der griechischen Welt; Demokratie und Oligarchie in Griechenland; Reichskrise des 3. Jhs.
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