Die Medici

Florenz im Zeitalter der Renaissance
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  • Verlag: C. H. Beck
  • 14.08.2013
  • Buch
  • 127 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-406-44028-1
Der Aufstieg der Medici zur fürstlichen Herrschaft über Florenz und die Toskana verläuft steil. Er wird mit Mitteln gebahnt, die für Europa zukunftsweisend werden sollten und zugleich die besten Köpfe der Zeit in ganz neuartiger Weise über Politik und Moral, über Erfolg und die Verlaufsgesetze der Geschichte nachdenken lassen. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch erfolgreiche Bankgeschäfte reich geworden, gelingt es den Medici, 1434 eine Machtstellung zu errichten, die ein Jahrhundert lang überwiegend informell, inoffiziell und indirekt bleibt und daher zum Experimentieren mit Verfassungsformen und Machttechniken zwingt. Deren vielleicht wichtigste ist Kulturpatronage, die Propaganda in Kunstwerken. Beide Ebenen sollen in diesem Buch, das erstmals seit längerer Zeit die stark aufgesplitterte historische Forschung zusammenzuführen versucht, aufeinander bezogen werden: die Ebene der überzeugungsmächtigen, aber gelegentlich auch Ablehnung provozierenden Bilder und die schwierige Ausübung der Macht in einem sehr labilen System. Nur vor diesem Hintergrund wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie und der Stadt Florenz verständlich, in der eine neue Kunst, die der Renaissance, entsteht.

Inhalt

I. Mythen und Ursprünge
Sibyllinische Bilder
Phönix aus der Asche

II. Der unaufhaltsame Aufstieg zur Macht (1400 - 1434)
Geldquellen und Geldanlage
Regeln und Mentalitäten
Patron und Klienten

III. Cosimo de' Medici - Der Umbau der Republik (1434 - 1464)
Machteroberung und Machtsicherung
Vater des Vaterlands oder Pate?
Kosmische Bilder
Netze knüpfen
IV. Piero de' Medici - Nachfolgekrise und Nachfolgesicherung (1464 - 1469)
Die Macht des kranken Mannes

V. Lorenzo de' Medici - Goldenes Zeitalter oder Tyrannis? (1469 - 1492)
Wirtschaftskrise und Kulturblüte
Auf Leben und Tod
Krieg und Konsolidierung
Poesie, Philosophie und populäre Feste

VI. Krisen, Vertreibungen und Restaurationen (1492 - 1537)
Auswege aus der Sackgasse und der Weg ins Exil
Zwischenzeit
Florenz am Tiber

VII. Cosimo I. - Größe und Grenzen des Prinzipats oder: vom Umschreiben der Familiengeschichte (ab 1537)
Die letzte der Metamorphosen

Stammtafeln
Auswahlbibliographie
Personenregister
Abbildungsnachweis
Volker Reinhardt, geb. 1954, ist Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg.
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