Die blinden Flecken der Geschichte

Österreich 1927-1938
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  • Verlag: Kremayr & Scheriau
  • 16.03.2017
  • Buch
  • 208 Seiten
  • festgebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-218-01063-4
Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den Schattendorf-Prozess und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte.

Historikerin Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. Ständestaat wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen.
Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt.
Gudula Walterskirchen, Dr.phil., geboren in Niederösterreich, ist Publizistin, Kolumnistin der Tageszeitung Die Presse, Historikerin und Autorin viel beachteter Bücher zur österreichischen Zeitgeschichte. Die Biografien von Engelbert Dollfuß und Ernst Rüdiger von Starhemberg sowie über den Adel im Widerstand wurden Bestseller.
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