Reisen in die Ukraine und nach Russland

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  • Verlag: C. H. Beck
  • 21.09.2015
  • Buch
  • 136 Seiten
  • Klappenbroschur
  • ISBN: 978-3-406-67545-4
Auf seinen Expeditionen nach Kiew, Moskau und Odessa, nach Lemberg, Baku oder Astrachan taucht der in Galizien geborene Schriftsteller und Journalist Joseph Roth in den vielgestaltigen Kosmos des östlichen Europa ein. Seine Berichte und Essays aus den 1920er Jahren sind bewegende Zeugnisse von großer Aktualität! Die Aufmerksamkeit von Joseph Roth gilt den Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit in der Sowjetunion, die von einem Nebeneinander an Sprachen, Kulturen und Religionen geprägt ist. Ob im Alltagstrubel auf den Straßen von Leningrad, am Grenzübergang von Niegoreloje oder an Bord eines Wolga-Dampfers: Stets bestechen Roths Schilderungen durch fundierte Recherchen und seinen besonderen Stil. Dabei entwirft er spannungsreiche Bilder gesellschaftlicher Realitäten zwischen den gegensätzlichen Polen von Staat und Kirche, Diktatur und Pressefreiheit, Armut und Reichtum. Und zeigt damit gleichzeitig, wie er, der heimatlos Gewordene, sich reisend, schreibend und kritisch sondierend ein Stück Heimat zurückerobert.

Inhalt
I. NACHRICHTEN AUS DEM OSTEN Ukrainomanie. Berlins neueste Mode.  Die ukrainische Minderheit.  Lemberg, die Stadt.  Die Krüppel. Ein polnisches Invalidenbegräbnis. II. RUSSISCHE ANSICHTEN Eine Nacht mit Wanzen.  Leningrad.  III. SOWJETISCHE WIRKLICHKEIT Die Grenze Niegoreloje.  Gespenster in Moskau.  Auf der Wolga bis Astrachan.  Die Wunder von Astrachan.  Das Völker-Labyrinth im Kaukasus.  Wie sieht es in der russischen Straße aus?  Rußland geht nach Amerika.  Die Frau, die neue Geschlechtsmoral und die Prostitution.  Die Kirche, der Atheismus, die Religionspolitik.  Die Stadt geht ins Dorf.  Öffentliche Meinung, Zeitungen, Zensur.  Der Liebe Gott in Rußland.  NACHWORT  EDITORISCHE NOTIZ  DANKSAGUNG
Joseph Roth, geb. 1894 in Galizien als Sohn jüdischer Eltern, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Ab 1918 Journalist in Wien, dann Berlin, 1923-32 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. 1933 Emigration nach Frankreich. Starb 1939 im Alter von nur 45 Jahren in Paris.

Jan Bürger, geb. 1968, studierte in Hamburg, war Gründungsredakteur der Zeitschrift 'Literaturen'; seit 2002 stellvertretender Leiter der Archiv-Abteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
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