Kollektive soziale Rechte unter dem Druck der Währungsunion

Schutz durch Art. 28 EU-Grundrechtecharta?
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  • Verlag: Bund
  • 30.01.2015
  • Buch
  • 146 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-7663-6467-8
Ausgehend von einer fundierten Darstellung der krisenpolitischen Agenda der Europäischen Union, die sich wesentlich auf eine produktivitätsorientierte Flexibilisierung der Lohnkosten orientiert, zeigen die Autoren, an welchen Stellen es in den Krisenländern durch die Vorgaben der Union zu Eingriffen in die Tarifautonomie kam. Diese Maßnahmen werden im Lichte des Art. 28 der Europäischen Grundrechtecharta untersucht. Es wird nachgewiesen, dass einige der Eingriffe, insbesondere wegen Verstoßes gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, rechtswidrig sind. Diese Feststellung wird zugleich mit verschiedenen Rechtsschutzoptionen unterlegt.

In seiner systematischen Einordnung der Krisenpolitik im kollektiven Arbeitsrecht und deren rechtlichen Bewertung setzt die Broschüre Maßstäbe, die nicht nur für die wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch im Rahmen der künftigen politischen Agenda der Europäischen Union Beachtung finden sollten.
Seit 2015 Rechtsanwalt in Berlin bei dka Rechtsanwälte Fachanwälte. Zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen und am Exzellenzcluster Normative Orders der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Deutsch-französische Promotion mit einer Dissertation zum Internationalen Arbeitsrecht, betreut durch Prof. Dr. Olaf Deinert und Prof. Dr. Antoine Lyon-Caen.
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