Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen. In drei Theilen.

Reprint der Ausgabe von 1886 (Leipzig, Verlag von E. W. Fritsch). Mit einem Nachwort der Herausgeber.
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  • Verlag: Stroemfeld
  • 01.10.2013
  • Buch
  • 370 Seiten
  • festgebunden
  • ISBN: 978-3-86600-211-1
Die Nietzsche-Edition ist in eine Krise geraten – paradoxerweise gerade wegen der beispielhaften Arbeit, die sie zumal im letzten Jahrzehnt wieder geleistet hat. Einerseits hat mit der Kritischen Gesamtausgabe des handschriftlichen Nachlasses ab 1885 die Nietzsche-Philologie einen kaum noch zu überbietenden Gipfel erreicht. Andererseits fehlt nach wie vor eine Ausgabe seiner abgeschlossenen Werke in den von ihm autorisierten Fassungen letzter Hand. Erstaunlich genug: Nach mehr als einem Jahrhundert Nietzsche-Edition gibt es keine Werkausgabe Nietzsches, die diesen Anspruch konsequent einlöste, und das just bei einem Autor, der einen dezidiert strengen Werkbegriff hatte und dem die definitive Gestalt seines Werkes: das Buch über alles ging.
In der Tat tut eine Rückbesinnung auf die authentisch überlieferten Texte heute not. Es ist der Zeitpunkt gekommen, Nietzsches vollendetem Werk wieder das gebührende Gewicht zu geben, statt es zur Fussnote eines überwertigen Nachlasses werden zu lassen.
Die Basler Nietzsche-Ausgabe hat den Vorzug, einem klaren und eindeutigen editorischen Prinzip zu folgen und den Lesern, die eine philologisch einwandfreie, zuverlässige, aber nicht mit den Varianten und Textstufen eines kritischen Apparats beschwerte Nietzsche-Ausgabe wollen, diese mit den Fassungen letzter Hand zu bieten.
Friedrich Nietzsche wird 1844 in Röcken in Sachsen geboren. Nach dem Studium der Philologie und Theologie in Bonn und Leipzig wird er mit 24 Jahren Professor für Klassische Philologie in Basel. Dort lernt er Richard Wagner kennen, der sein Denken zusammen mit den Schriften Schopenhauers am stärksten beeinflußt. Im Krieg 1870/71 wird Nietzsche freiwillig Krankenpfleger, kehrt aber selbst erkrankt zurück und muß sich 1879 von seinem Lehramt dispensieren lassen.
Als Außenseiter unter den deutschen Philosophen des späten 19. Jahrhunderts bleibt der Philologe Nietzsche in der Philosophie Autodidakt. In seinem ersten philosophischen Werk Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (1872) entwickelt Nietzsche die These, daß in den Wagnerschen Dramen die Tragödie aus der Musik wiedergeboren wird und formuliert den Antagonismus zwischen Apollinischem und Dionysischem.
Schon die Unzeitgemäßen Betrachtungen von 1876 zeigen die Entfremdung von Wagner, die Distanz zur Philosophie Schopenhauers wird mit Menschliches, Allzumenschliches offenbar. Nietzsche wählt die Unabgeschlossenheit der aphoristischen Form, die für ihn zu einem neuen „Denkstil für freie Geister“ paßt.
Während des immer stärkeren Rückzugs in die Einsamkeit bereitet Nietzsche die Neuausgaben seiner Werke vor, für die er neue Vorreden schreibt, die als Selbstinterpretationen gelesen werden können. In den Jahren ab 1883 erscheinen die zentralen philosophischen Dichtungen des Spätwerks Also sprach Zarathustra, Jenseits von Gut und Böse oder Ecce homo. 1889 erleidet Nietzsche in Turin den endgültigen geistigen Zusammenbruch und wird in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. In zunehmender geistiger Umnachtung verbringt er seine letzten Lebensjahre in der Pflege seiner Mutter und seiner Schwester.
Nietzsche stirbt 1900 in Weimar.
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